SonstigesFußbote Haas
Der Beginn eines geregelten Postwesens in Liezen fällt in das 18. Jahrhundert. Noch war es eine uns primitiv anmutende Angelegenheit. Um 1790 verkehrte zwischen Ischl und Bruck an der Mur allwöchentlich der Fußbote Haas.
Dieser "Urahn" des heutigen Briefträgers erhielt vom Postmeister der Reichs-, Hof- und Erblande, Graf von Paar, jährlich 300 Gulden. Da er aber auch von den Städten und Dörfern die Post und andere Sendungen übernahm, war sein Einkommen sicher weit höher. 1798 sollen es fast 3000 fl. (Gulden) gewesen sein. Dieser Bote ist gewiß nicht immer zu Fuß unterwegs gewesen, sondern dürfte ein einfaches Fahrzeug gehabt haben. Er führte auch Waren mit, die er aus der einen Gegend in die andere brachte und günstig verkaufen konnte. Anstelle des Fußboten beabsichtigte man 1799 einen regelrechten Postkurs zwischen Bruck und Ischl einzurichten. Doch infolge der Kriege am Ende des 18. Jahrhunderts unterblieb dies bis 1808.
